Visum

Wer nach Deutschland einreisen will, benötigt in der Regel ein Visum. Die Dauer und der Zweck des Aufenthalts legen fest, welche Art von Visum beantragt werden muss. Beantragt wird dieses Visum bei der Deutschen Botschaft im Herkunftsland.

 

Für kurze Aufenthalte zu Geschäfts- oder Besuchszwecken braucht ein Ausländer ein sogenanntes Schengenvisum. Dies kennen viele als das Besuchsvisum. Es berechtigt lediglich zur Einreise für einen Zeitraum von maximal 90 Tagen. Dafür kann der Ausländer mit diesem Visum den gesamten Schengenraum innerhalb Europas bereisen.


Wenn ein langfristiger Aufenthalt beabsichtigt ist, muss ein sogenanntes nationales Visum beantragt werden. Dies richtet sich dann jedoch nach dem Aufenthaltszweck. Der Ausländer muss dann in der Regel schon die Voraussetzungen für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis erfüllen. Neben der Deutschen Botschaft ist in diesem Verfahren auch schon die zuständige Ausländerbehörde beteiligt. Die Erteilung des Visum bedarf nämlich hier der Zustimmung durch die Ausländerbehörde.

 

In manchen Fällen können Ausländer auch ohne vorherige Beantragung eines Visums in die Bundesrepublik Deutschland reisen. Dies hängt jedoch von der Staatsangehörigkeit des Ausländers oder seines Familienangehörigen ab.

 

Es ist besonders wichtig die Einreisebestimmungen der Bundesrepublik Deutschland einzuhalten. Ob und welches Visum beantragt werden muss, werden wir Ihnen genau erklären. Reist man nämlich mit einem Visum zu einem bestimmten Zweck ein und beantragt anschließend eine Aufenthaltserlaubnis zu einem anderen Zweck, wird die Ausländerbehörde die Nachholung des Visumverfahrens verlangen.

 

Sollte ein bereits beantragtes Visum abgelehnt worden sein, werden wir klären, wie dagegen vorzugehen ist. In manchen Fällen ist eine Remonstration bei der Deutschen Botschaft sinnvoll. In anderen Fällen empfiehlt sich wiederum sofort eine Klage vor dem Verwaltungsgericht.